
"Es geht im Leben nicht darum, gute
Karten zu haben, sondern mit einem
schlechten Blatt ein gutes Spiel zu machen."
Robert Louis Stevenson
Übersicht
Resilienz: Ihr Schutz vor Belastungen
Seit einigen Jahren beschäftigen sich Forscher in Deutschland und anderen
Ländern mit dem psychologischen Konzept der Resilienz.
Unter Resilienz verstehen wir die psychische Widerstandsfähigkeit einer Person,
trotz belastender Ereignisse, Traumata und Risiken gesund zu bleiben oder sich
leicht von Störungen erholen (vgl. Schumacher u.a., 2004).
Es bedeutet: "Bouncing back from difficult experiences" (American Psychological
Association, 2011) und beschreibt als physikalischer Begriff die Fähigkeit eines
Körpers, wieder in seine Ursprungsform zurück zu finden. "resilience" (engl.) und
"resilare" (lat.) bedeuten: Spannkraft, Elastizität, Flexibilität, Abprallen.
Wozu brauchen wir das Konzept der Resilienz? Was nützt es uns?

Nelson Mandela (2008), der in seinem Leben viele Rückschläge hinnehmen
musste, 27 Jahre im Gefängnis war und immer wieder aufstand.
Foto: South Africa The Good News.
Resilienz von Menschen stärken
Das psychologische Konzept der Resilienz erklärt, warum manche Menschen
besser als andere mit Belastungen und Stress zurecht kommen und weniger
anfällig für Krankheiten und Burnout sind. Sie biegen zwar, brechen jedoch
nicht. Und sie stehen nach Rückschlägen, die immer passieren, wieder auf.
Darüber hinaus nutzen Experten die Ergebnisse und Erfahrungen hierzu, um
die psychische Widerstandsfähigkeit von Menschen zu stärken: Durch Training
und Coaching sowie durch das Gestalten von Arbeits- und Lebensbedingungen.
Dies gelingt umso besser, je mehr die individuelle Ausprägung der Resilienz
bekannt ist. Damit können wir die Ziele genauer bestimmen, um die Resilienz
von Personen zu fördern und haben gleichzeitig einen Maßstab, um Erfolge
von Veränderungen sichtbar zu machen.
Doch woher kennen wir die Höhe der Resilienzausprägung einer oder mehrerer
Personen?
Die Resilienzskala
Um die Resilienz, also die psychische Widerstandsfähigkeit einer Person, zu
diagnostizieren haben Fachleute unterschiedliche Instrumente entwickelt.
In Deutschland ist die Resilienzskala RS -11 von Schumacher u.a. (2004)
ein bekanntes Verfahren.
Ausgehend von einer umfangreichen Studie mit einer repräsentativen Stichprobe
mit 2.031 Personen im Alter von 14 bis 95 Jahren haben Schumacher und sein
Team eine Kurzskala entwickelt, die zuverlässig (reliabel), valide (gültig) und
ökonomisch ist.
Diese Skala können Sie unter folgendem Link anschauen:
Die Resilienzskala nach Schumacher u.a (2004)
Quellen und weiterführende Hinweise
American Psychological Association (2011): The Road to Resilience. Washington D.C.
Jörg Schumacher u.a. (2004). Die Resilienzskala - Ein Fragebogen zur Erfassung
der psychischen Widerstandsfähigkeit als Personmerkmal. Universität Jena,
Institut für Medizinische Psychologie.
Julia Scharnhorst (2008). Resilienz - Neue Arbeitsbedingungen erfordern neue
Fähigkeiten. In BDP e.V. (Hrsg.), Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz, Berlin.
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