Persönlichkeit: Ihr Erfolg mit den Big Five


Nutzen des folgenden Online-Artikels für Sie:
»
Wissen, was Persönlichkeit in der Psychologie bedeutet
» Kenntnis der Big Five als allgemeiner Standard
» Messung und Anwendung der Big Five in der Praxis

 

 

 

 

 

"Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt,
sondern durch Arbeit und eigene Leistungen."

Albert Einstein

Von Stefan Klemens

Liebe Leserin, lieber Leser! 

Sie und ich unterscheiden uns in unserer Persönlichkeit.
Und das ist auch gut so! Denn trotz der Unterschiede ver-
bindet uns mehr, als uns trennt. Toleranz und das Wissen,
es geht auch anders, erweitern Ihren und meinen Hand-
lungsspielraum.

Wir wissen heute, dass die Ausprägungen von Persönlichkeits- merkmalen rund zur Hälfte vererbt werden. Zwillingsstudien zeigen dies sehr deutlich. Die andere Hälfte können wir bis zu 40% durch eigenes Handeln beeinflussen. Natürlich nicht immer
leicht und manchmal eine ständige Aufgabe. Und nur zirka ein
Zehntel einer Persönlichkeitsausprägung wird durch unsere Lebensumstände bestimmt (siehe z.B. Lyubomirsky, 2008)

Einstein hatte also mit seiner Behauptung nur teilweise
Recht. Aber er war auch Physiker und die Persönlichkeits-
forschung steckte damals noch in den Kinderschuhen.

Menschen unterscheiden sich in ihrem Denken, in ihrem
Fühlen und in ihrem Handeln. Doch wie und warum?
Wichtige aktuelle Erkenntnisse hierzu liefern Persönlichkeits-
psychologie, Hirnforschung und Verhaltensgenetik.
Mehr hierzu lesen Sie im folgenden Artikel. Viel Freude!

Hinweis: Das eigene Tun fördert das Verstehen in bester
Weise. Einen kostenfreien Kurzfragebogen zu den Big Five
Persönlichkeitsmerkmalen erhalten Sie per E-Mail:
info(at)klemens-consulting.de.
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Anpassung durch Vielfalt

Eine Antwort auf die Frage, warum Menschen unterschiedliche
Persönlichkeitsausprägungen haben, ist, dass die Anforderungen
der Umwelt sich stets verändern. Mal ist der eine im Vorteil mit
seinen individuellen Merkmalen, mal der andere. Zusammenarbeit
und Vielfalt der Schlüssel für unseren Erfolg als Menschen (siehe
Nettle, 2008).

Ein gutes Team lebt von der Vielfalt der Stärken – sei es als
Sportmannschaft, als Partnerschaft oder als Arbeitsgruppe.
Kennen Sie Ihre persönlichen Stärken und Ihre Schwächen?

Wenn Sie sich und andere genauer verstehen, werden Sie
freier in Ihren Entscheidungen. Sie können gezielt Ihre Stärken
ausbauen oder an Ihren Schwächen arbeiten. Und Sie lösen
Konflikte mit anderen besser.
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Unterschiede im Denken, Fühlen und Handeln 

Doch was ist das eigentlich, die Persönlichkeit? Im weitesten
Sinne umfasst es alles, was Sie als Person einzigartig macht:
Ihr Körper, Ihr Denken, Ihr Fühlen und vor allem – für andere
sichtbar – Ihr Verhalten. Gerade an Ihrem Verhalten werden
Sie von anderen Menschen beurteilt.

Und Sie und ich wir beurteilen andere danach und schließen
auf bestimmte Persönlichkeitseigenschaften. Dies hilft uns
Ordnung ins Chaos zu bringen und die jeweilige Person ein-
zuordnen.
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Persönlichkeitsmodelle

An dieser Stelle kann und möchte ich nicht auf die Vielzahl der
Persönlichkeitsdefinitionen und -modelle eingehen. Dies ist auch
nicht notwendig (siehe z.B. Asendorpf, 2007; 2009)

In der Persönlichkeitspsychologie gibt es heute nach rund 70
Jahren Forschung ein weltweit akzeptiertes und nützliches Modell,
um Menschen auf Grund von psychologischen Persönlichkeits-
eigenschaften zu unterscheiden: Das Fünf-Faktoren-Modell oder
auch die „Big Five“ genannt (siehe z.B. Nettle, 2008).

Diese fünf Merkmale sind voneinander unabhängig und werden
auf einer kontinuierlichen Skala von hohen bis niedrigen Ausprä-
gungen (Punktwerten) gemessen.
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Das Fünf-Faktoren-Modell: Die Big Five

Welches sind nun die Big Five Persönlichkeitsmerkmale, fragen 
Sie? Die Antwort lautet:

Neurotizismus,
Extraversion,
Offenheit für Erfahrungen,
Verträglichkeit,
Gewissenhaftigkeit.

Diese Persönlichkeitsmerkmale werden in empirisch gefundene
unabhängige Facetten (Unterfaktoren) gegliedert, um Unter-
schiede (und damit Stärken und Schwächen) von Menschen
noch genauer sichtbar zu machen.

Neurotizismus, also die Neigung auf Reize der Umwelt zu rea-
gieren, umfasst beispielsweise die Facette Ängstlichkeit.
Extraversion
, die Neigung Reize zu suchen, beinhaltet beispiels-
weise die Facette Geselligkeit.

Insgesamt untergliedern sich die fünf Persönlichkeitsmerkmale
in 30 Facetten. In der folgenden Tabelle 1 finden Sie eine Über-
sicht hierzu.

Big Five Merkmal
Facetten
Neurotizismus (N)

N1: Ängstlichkeit

N2: Reizbarkeit

N3: Depression

N4: Soziale Befangenheit

N5: Impulsivität

N6: Verletzlichkeit

Extraversion (E)

E1: Herzlichkeit

E2: Geselligkeit

E3: Durchsetzungsfähigkeit

E4: Aktivität

E5: Erlebnishunger

E6: Frohsinn

Offenheit für Erfahrungen (O)

O1: Fantasie

O2: Ästhetik

O3: Gefühle

O4: Handlungen

O5: Ideen

O6: Werte

Verträglichkeit (A)

A1: Vertrauen

A2: Freimütigkeit

A3: Altruismus

A4: Entgegenkommen

A5: Bescheidenheit

A6: Gutherzigkeit

Gewissenhaftigkeit (C)

C1: Kompetenz

C2: Ordnungsliebe

C3: Pflichtbewusstsein

C4: Leistungsstreben

C5: Selbstdisziplin

C6: Besonnenheit

Tabelle 1: Die Big Five Persönlichkeitsmerkmale und ihre Facetten
nach dem bekannten Modell und Instrument NEO-PI-R. Die Abkür-
zungen N, E, O, A und C beziehen sich auf die englischen Bezeich-
nungen (A: Agreeableness, C: Conscientiousness).
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Persönlichkeitseigenschaften sind Verhaltensmuster

Wichtig hierbei ist zu betonen, dass diese Eigenschaften nicht
wirklich existieren. Es sind Hilfsmittel, um Unterschiede zwischen
Personen die über die Zeit und viele ähnliche Situationen stabil
bleiben, zu beschreiben. Oder anders ausgedrückt: Persönlich-
keitsmerkmale sind unterschiedliche Verhaltenstendenzen oder
Verhaltensmuster einer Person in ähnlichen Situationen.

Hierbei handelt es sich um Wahrscheinlichkeitsaussagen.
Personen mit hohen Extraversionswerten werden in den mei-
sten Situationen auf Menschen zugehen, aber nicht immer!
Und Menschen mit hohen Neurotizismuswerten werden sich in
vielen Situationen Sorgen machen, aber nicht in jeder Situation!
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Biologische Grundlagen der Big Five

Die Big Five Persönlichkeitsmerkmale haben eine biologische
Grundlage, wie die Forschung der letzten Jahrzehnte zeigt. Insbesondere durch die Computertomografie sowie durch die Genforschung konnten wichtige Indikatoren und Unterschiede zwischen Personen im Gehirn gefunden werden (siehe Netter
und Henning, 2005; Nettle, 2008).

Jedes Big Five Verhaltensmuster hängt mit einem bestimm-
ten physiologischen Aktivierungssystem zusammen. Beispiels- weise wird bei einem Stressor aus der Umwelt das vegetative Nervensystem aktiviert und der Körper in Alarmbereitschaft versetzt (Kampf-oder-Flucht-Reaktion).

Personen mit hohen Neurotizismuswerten reagieren schnel-
ler auf geringere Reize. Ihre Reizschwelle ist geringer ausge-
prägt als bei Personen mit niedrigen Neurotizismuswerten.
Dies kann Vor- und Nachteile haben.

Wachsamere Personen leben häufiger in Angst, setzen sich
jedoch einem geringeren Risiko aus. Gelassenere Personen
reagieren langsamer und auf stärkere Reize. Die Gefahr ist
dabei, dass Sie lebensbedrohliche Situationen zu spät oder
gar nicht wahrnehmen (siehe Bergsteiger-Studie am Ende).

Auf neurochemischer Ebene stehen die Hormone Adrenalin,
Cortisol und Serotonin mit der Variation der Stressreaktion
und damit dem Erleben negativer Emotionen in Verbindung.
Anti-Depressiva wie Prozac bzw. Fluctin D setzen hier an
und fördern die Produktion von Serotonin. Weiter fanden
Forscher heraus, dass es ein sogenanntes Serotonin-Transport-
Gen gibt und kürzere Formen dieses Gens mit Neurotizismus
zusammenhängen.

Die Forschung zeigt weiter, dass die wesentlich an der Ent-
stehung von negativen Emotionen wie Angst beteiligten Man-
delkerne (Amygdala) in beiden Gehirnhälften bei Personen
mit hohen Neurotizismuswerten aktiver sind.

Ähnliche biologische Grundlagen finden sich für die anderen
Big Five Dimensionen Extraversion, Offenheit, Verträglichkeit
und Gewissenhaftigkeit.
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Ihre Ausprägungen

Wie erfahre ich, welche Ausprägungen ich in den Big Five
Persönlichkeitsmerkmalen habe? Nun, Sie kennen sich selbst
am besten. Sie sind der einzige, der Zugang zu Ihren gesam-
melten Erfahrungen hat. Sie kennen alle Ihre Erfolge und
Misserfolge. Je nach Verhaltensmuster, also Ihrer spezifischen
Persönlichkeitsstruktur, interpretieren Sie Ihr Verhalten und
die Reize und Situationen der Umwelt.

Wenn Sie meistens energiegeladen sind, dann erleben Sie die
gleiche Situation anders als wenn Sie Ihre Energie meistens
auf wenige Reize konzentrieren (hohe bzw. niedrige Extra-
versionswerte). Wenn Sie meistens wachsamer sind, dann
erleben Sie eine Situation anders, als wenn sie meistens ruhig
und gelassen sind (hohe bzw. niedrige Neurotizismuswerte).
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Messung Ihrer Ausprägungen im Online Testing

An diesem Punkt ist es hilfreich, Ihre individuellen Ausprägun-
gen der Big Five zu kennen und mit anderen auszutauschen.
Denn obwohl Sie eine ungefähre Ahnung davon haben, wie
diese bei Ihnen sind, fehlen Ihnen ein genauer Vergleichsmaß-
stab und eindeutige Bezeichnungen.

Das ist so, als ob Sie Ihre Körpergröße oder Ihr Gewicht wissen
möchten, und Sie niemals von den menschlich, also künstlich,
erschaffenen Einheiten Meter und Kilogramm und den dazu-
gehörigen Messinstrumenten Metermaß und Waage gehört
hätten. Die fünf Faktoren bieten uns solche Einheiten und eine
gemeinsame Sprache zur Beschreibung von Persönlichkeits-
merkmalen.

Weiter unter erhalten Sie mehr Informationen zur Messung
der Big Five mit dem NEO-Persönlichkeitsinventar.
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Die Big Five in der Praxis

Big Five Profile dienen zur Lösung unterschiedlicher Frage-
stellungen in der Praxis. Erfahrungen und Studien zeigen,
dass einige Big Five Verhaltensmuster besser zu einzelnen
berufliche (und privaten) Anforderungen passen (siehe
z.B. Howard & Howard, 2002/2008).

Beruflich lassen sich die Big Five Merkmale für folgende Auf-
gaben einsetzen, von denen nachfolgend einige näher betrach-
tet werden:

• Vergleich individueller Profile mit typischen Berufsprofilen
Vergleich individueller Profile zwischen Personen
Erstellung eines Gruppenprofils und Vergleich mit anderen
   Gruppenprofilen
Vergleich individueller Profile mit (neuen) Arbeitsplatz-
   anforderungen
Vergleich individueller Profile über die Zeit, um Veränder-
   ungen zu messen

In all diesen Fällen werden die Selbst- und Frembeurteilun-
gen der Big Five Persönlichkeitsmerkmale nach Auswertung
verglichen, Übereinstimmungen und Abweichungen ermittelt,
im Gespräch mit den Beteiligten besprochen und Lösungen
hierzu entwickelt und umgesetzt.
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Die Big Five und Berufe

Es zeigt sich, dass zur Führung, zum Verkaufen und für ver-
schiedene andere Berufe ein spezifisches Big Five Profil erfolg-
reicher ist als andere. Beispielsweise haben Führungskräfte, Verkäufer und Piloten niedrige Neurotizismuswerte. Sie sind
also generell wenig emotional.

Mittlere bis hohe Neurotizismuswerte sind vorteilhaft bei Flug-
begleitern, Kundendienstmitarbeitern und Lehrern. Und: Ein
Verkäufer weist sehr hohe Extraversionswerte auf, während
ein Architekt sehr hohe Werte bei Offenheit für Erfahrungen
erzielt.

Während es sich für die meisten Berufe lohnt, hohe Gewissen-
haftigkeitswerte zu haben, so ist es für Diplomaten und Ent-
wicklungsspezialisten besser, wenn sie sich flexibel verhalten
(und somit geringe Gewissenhaftigkeitswerte zeigen).

Eine hohe Vielfalt besteht zwischen den Anforderungen ver-
schiedener Beruf in Bezug auf die Verträglichkeit. Trainer
erreichen hier hohe Werte, während Prozessanwälte niedrige
Verträglichkeitswerte zeigen.
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Big Five und Teams

Zur Teamentwicklung werden die individuellen Big Five Merk-
male der Mitglieder ermittelt und als Gruppenprofil dargestellt.
Allgemein wünschenswert bei Teams ist eine unterschiedliche
Verteilung der Big Five Ausprägungen.

Zwar wird dadurch das Konfliktpotenzial erhöht, doch die Viel-
falt unter den Mitgliedern sichert eine hohe Anpassung an ver-
schiedene Situationen. Und diese Variation ist einer der wich-
tigsten Gründen unseres Erfolgs als Menschen.

Beispielsweise kann es daher bei einem Team mit im Schnitt
geringen Offenheitswerten sinnvoll sein, eine oder mehrere
Personen mit höheren Offenheitswerten zu integrieren und
diesen Prozess bewusst auf Basis der Big Five zu gestalten.
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Big Five und Konflikte

Big Five Persönlichkeitsprofile werden auch genutzt, um die
Kommunikation zwischen Menschen zu verbessern und um
Konflikte zu lösen.

Konflikte entstehen häufig dann, wenn zwischen zwei Perso-
nen oder in einem Team die Verträglichkeitswerte gering aus-
geprägt sind. Oder salopp gesprochen: Zwei Dickschädel reden
nicht mehr miteinander. Keiner gibt nach und es findet keine
Kommunikation mehr statt. Die Positionen sind festgefahren.
Auch Unterschiede in den anderen Big Five Merkmalen führen
häufig zu Streit, wie hohe und niedrige Gewissenhaftigkeit oder
hohe und geringe Offenheit.

Eine Beratung und Konfliktlösung auf Basis von Big Five Pro-
filen dient dazu, ein gemeinsames Verständnis der Situation
und der Persönlichkeitsstruktur des anderen zu entwickeln.
Anschließend können Unterschiede und Anderssein durch die
Beteiligten akzeptiert werden, um die individuellen Stärken
für das gemeinsame Ziel zu vereinen.
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Big Five und Auswahl, Entwicklung und Karriere

Big Five Instrumente werden ebenfalls erfolgreich eingesetzt,
um die persönlichen Merkmale von Personen zur Auswahl,
zur Entwicklung oder zur Karriereberatung zu ermitteln.

Und neben anderen Verfahren ist das NEO-Persönlichkeits-
inventar ein wichtiger Baustein zur berufsbezogenen Eignungs-
beurteilung nach DIN 33430.

Wie auch bei anderen Aufgaben wird neben der Selbstbeur-
teilung häufig auch eine Fremdbeurteilung der Big Five durch
andere Personen vorgenommen.

Beispielsweise bearbeitet eine Bewerber einen Big Five Frage-
bogen und wird danach im Assessment Center von den Beo-
bachtern ebenfalls auf den Big Five eingeschätzt.

Oder eine Führungskraft ermittelt ihre Persönlichkeitsmerk-
male und sie wird von ihrem Vorgesetzten, zwei Kollegen
und ihren Mitarbeitern auf ihren Big Five Merkmalen einge-
schätzt (Big Five für das 360-Grad-Feedback).

Weiter beurteilt sich der Klient in einer Karriereberatung oder
in einem Coaching mit einem Big Five Fragebogen und der
Berater gibt seine Einschätzung der Persönlichkeitsmerkmale
des Klienten ab.
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Big Five und Arbeitsplätze

Weiter werden die Big Five genutzt, um die Anforderungen
neuer oder bestehender Arbeitsplätze an die persönlichen
Merkmale zu festzulegen.

Die Ermittlung des passenden Anforderungsprofils ist einer
der ersten und wichtigsten Schritte bei der Stellenbesetzung
und bei berufsbezogenen Eignungsbeurteilungen nach DIN
33430.

In all diesen Fällen werden die Selbst- und Frembeurteilun-
gen der Big Five Persönlichkeitsmerkmale nach Auswertung
verglichen, Übereinstimmungen und Abweichungen ermittelt,
im Gespräch mit den Beteiligten besprochen und Lösungen
hierzu entwickelt und umgesetzt.
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Psychometrischer Persönlichkeitsfragebogen

Als Messinstrument verwenden wir einen psychometrisch
konstruierten Persönlichkeitsfragebogen, das NEO-
Persönlichkeitsinventar (NEO-PI-R). Dieser erfüllt die
Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität und
die Anforderungen der DIN 33430.

Das Verfahren ist die deutsche Version des Fragebogens von
den Mitentwicklern der Big Five, Costa und McCrae, und es
wurde an einer repräsentativen Stichprobe von rund 12.000
Personen normiert. Die deutschen Bearbeiter Ostendorf und
Angleitner sind weltweit zwei der führenden Experten für
Persönlichkeitspsychologie.

Das Verfahren steht in zwei Versionen zur Verfügung: Selbst-
beschreibung (Form S) und Fremdbeurteilung (Form F).

»Beispiel-Ergebnisbericht als PDF
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Rezension zum NEO-Persönlichkeitsinventar

"Das NEO-PI-R ist ein international weitverbreitetes Ver-
fahren und kann in der vorliegenden deutschen Version
(Form S) zur Bestimmung der Big-Five-Persönlichkeitsfak-
toren und insbesondere deren Facetten empfohlen wer-
den."

Dr. Hendrik Berth und Dr. Susanne Goldschmidt,
Diagnostica, 2006, 52, Heft 2, Seiten 95 - 103.

»Rezension als PDF
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Ihr Zugang zu unserem Online Testing

Informieren Sie sich in unserem Online-Buchungssystem
über das NEO-Persönlichkeitsinventar zur Messung der Big
Five und buchen Sie dieses bei Bedarf. Dort finden Sie auch
Informationen über weitere psychologischen Messinstrumente,
Leistungsangebote und unsere Honorare. Bitte beachten Sie
unsere besonderen Gruppen- und Firmenpakete.

Nach Buchung erhalten Sie Ihre Zugangsdaten zu unserem ge-
sicherten Online Testsystem. Nach Bearbeitung des Verfahr-
ens senden wir Ihnen die oder den rund 50 Seiten umfassenden
Ergebnisbericht(e) als PDF per E-Mail.

»Online Testing Persönlichkeit - Big Five buchen
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Leistungen zum Online Testing

Gerne beraten wir Sie als Unternehmen oder Person vor Aus-
wahl oder nach Bearbeitung eines Testverfahrens telefonisch
oder persönlich.

Bei einer hohen Anzahl notwendiger Online Testungen unter-
breiten wir Ihnen gerne ein individuelles Angebot oder unter-
stützen Sie bei Kauf, Installation und Durchführung eines
eigenen Online Testsystems.

Nach Bedarf schließen wir hierzu mit Ihnen einen monatlichen
Supportvertrag. Somit können Sie als mittelständisches oder
kleines Unternehmen unser psychologisches Expertenwissen
und psychologische Mess- und Testverfahren regelmäßig,
günstig und ordnungsgemäß nutzen.

»Mehr zum Online Testing
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Warum eignen sich hierzu die Big Five am besten?

Es gibt eine Reihe von Persönlichkeitsmodellen und Mess-
instrumenten. Genauso wie es früher vor Festlegung des Meters
für Länge eine Vielzahl von weniger genauen Systemen gab, um
Entfernungen zu messen wie Elle, Fußschritte oder Tagesreise.

Und gegenüber anderen gebräuchlichen Maßeinheiten wie dem
anglo-amerikanischen Feet-und-Yard-System besitzt das metrische
System mit seiner Ausrichtung am Zehnersystem deutliche Vorteile.

Ähnlich verhält es sich mit den Persönlichkeitsmodellen. Einige
sind sehr kompliziert, nur schwer zu durchschauen, werden häufig
von kommerziellen Interessen begleitet und vor den Augen der
kritischen Fachwelt geschützt.

Die Big Five sind einfach, klar und öffentlich. Sie werden weltweit
akzeptiert und der dazugehörige Persönlichkeitsfragebogen wurde
in rund 30 Sprachen übersetzt. Damit erfüllen die Big Five auch
den immer größer werdenden Anspruch nach internationaler Ver-
gleichbarkeit psychologischer Testergebnisse und interkulturellem
Einsatz.

Weiter werden das Modell und die Messinstrumente durch viele
Personen weltweit immer weiter entwickelt. Damit ist es zukunfts-
sicher.

Und auch rechtlich sind Unternehmen auf der sicheren Seite.
Das NEO-Persönlichkeitsinventar erfüllt die Anforderungen der
DIN 33430 und die Qualitätskriterien für psychologische Mess-
instrumente. Damit schützen sich Unternehmen vor möglichen
Klagen von Bewerbern oder (ehemaligen) Mitarbeitern aufgrund
des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes.

»Mehr zu Qualitätskriterien
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Die Big Five als Standard

Das Fünf-Faktoren-Modell und die Big Five sind der aktuelle und
weltweite akzeptierte Standard zur Messung von Persönlichkeits-
merkmalen. Nicht nur in der Psychologie werden das Modell und
die Messinstrumente eingesetzt, sondern auch in angrenzenden
Wissenschaften wie Verhaltensgenetik und Hirnforschung (siehe
z.B. Nettle, 2008; Asendorpf, 2007; Netter und Henning, 2005). 

Dadurch wurden eine Vielzahl von Forschungsarbeiten angeregt
und durchgeführt, die immer mehr Licht auf die Zusammenhänge
zwischen Denken, Fühlen und Handeln, den ererbten Anlagen
hierfür, den Genen, und den anatomischen und physiologischen
Strukturen des Gehirns werfen.

Weiter wurden und werden mit den Big Five eine Vielzahl von
Studien zu unterschiedlichen Bereichen durchgeführt. Beispiels-
weise zum Verhältnis zwischen den Big Five Persönlichkeitsmerk-
malen und Berufserfolg, Partnerschaft, Gesundheit und Alter.

Und auch die Praxis hat die Vorzüge des Modells vor allen
anderen erkannt. In den USA und den anglo-amerikanischen
Ländern sowie zunehmend auch in Europa und Deutschland
benutzen viele Berater, Psychologen, Coaches, Trainer, Unter-
nehmen, Non-Profi-Organisationen und Verwaltungen die Big
Five, um Probleme zu lösen und Aufgaben zu meistern.

Denn Sie und ich wir wissen: Die Persönlichkeit ist unser Erfolg!
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Fazit

» Die Merkmale der Persönlichkeit sind messbar und höchst
   relevant für praktische Aufgaben.
» Die Big Five Merkmale sind der anerkannte und aktuelle
   Standard zur Persönlichkeit.
» Das Wissen um die eigenen individuellen Ausprägungen in den
   Big Five bietet Ihnen und Ihren Mitarbeitern eine gesicherte
   Grundlage für die gezielte berufliche und private Entwicklung.
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                                                    © Stefan Klemens, 31.05.2010

 

Literaturtipp!

» Daniel Nettle (2008). Warum du bist, wie du bist. Köln: Anaconda.

Der britische Psychologe nimmt uns mit auf eine erstaunliche Reise
in die Welt der Evolutionspsychologie: Anhand der Big Five, fünf
charakterlicher Grundmerkmale, erläutert er, wie jeder von uns
sich seiner Stärken und Schwächen bewusst werden kann und
wie es gelingt, die eigenen Potenziale wirksam und positiv zu
entfalten. (Auszug aus dem Umschlagtext)

 

Weitere Literaturhinweise

» Pierce J. Howard und Jane M. Howard (2002/2008). Führen mit dem
Big-Five-Persönlichkeits-Modell. Frankfurt am Main: Campus.

Wundern Sie sich auch häufig über die Reaktionen eines Mitarbeiters?
Fragen Sie sich: Warum verhält er oder sie sich so und nicht anders?
– Wer führen will, muss sich und andere verstehen lernen. Das Big-
Five-Persönlichkeitsmodell bietet Ihnen sinnvolle und wichtige Unter-
stützung für Ihren Führungsalltag. (Auszug aus dem Umschlagtext)

 

» Jens Asendorpf (2007). Psychologie der Persönlichkeit (4. Auflage).
Berlin: Springer. | 528 Seiten 

» Jens Asendorpf (2009). Persönlichkeitspsychologie - Für Bachelor.
Berlin: Springer. | 207 Seiten

Welche Rolle spielt die Persönlichkeit in Alltag, Wissenschaft und Praxis?
Wie unterscheidet und erfasst man verschiedene Persönlichkeitsbereiche
wie Intelligenz, soziale Kompetenz oder Einstellungen? Welchen Einfluss
haben Gene und Umwelt? Was weiß man über kulturelle Unterschiede?
Dieses Lehrbuch beantwortet alle Fragen des methodisch anspruchsvollen
Grundlagenfachs "Persönlichkeitspsychologie" vollständig und gleichzeitig
kompakt und verständlich.
(Auszug aus der Kurzbeschreibung zur Bachelor-Ausgabe bei amazon.de)

 

» Petra Netter und Jürgen Henning (Hrsg.). (2005). Biopsychologische
Grundlagen der Persönlichkeit. Heidelberg: Spektrum.

Dieses Buch beleuchtet die wichtigsten in der Persönlichkeitspsychologie
behandelten Eigenschaften in ihren biologischen Grundlagen: Zentralner-
vensystem, Neurotransmitter, Endokrine Systeme, vegetatives Nerven-
system und Genetik. (Auszug aus der Umschlagtext)

 

» Sonja Lyubomirsky (2008). The How of Happiness. A scientific approach
to getting the life you want. New York: The Penguin Press. Deutscher Titel:
Glücklich sein. Warum Sie es in der Hand haben, zufrieden zu leben. Frank-
furt am Main: Campus.

» Peter Borkenau, R. Riemann und Frank M. Spinath (1999). Gene, Umwelt
und Verhalten. Einführung in die Verhaltensgenetik. Bern: Huber.

 

 

 

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Webseiten und Links

Wikipedia über die Big Five:
http://de.wikipedia.org/wiki/Big_Five_(Psychologie)

Center for Applied Cognitive Studies - Beratungs- und Forschungs-
unternehmen der Howards in den USA (siehe Literatur):
http://wwww.centacs.com
______________________________________________________

 

Klemens Consulting
»Studie Bergsteiger
»Broschüre Soft Skills | Druckfassung
»Online Testing Persönlichkeit - Big Five

 

Über den Autor

Stefan Klemens ist Organisationsberater, Coach und Diplom-
Psychologe. Er und seine Partner entwickeln Lösungen für Unter-
nehmen und Personen bei psychologischen Fragestellungen.
Insbesondere zur Persönlichkeit, zur Gesundheit und zur Leistung.

Weiter vermittelt Stefan Klemens sein Wissen und seine beruflichen Erfahrungen durch Artikel, Vorträge und Seminare.

Seine Freizeit nutzt er u.a. für Ausflüge in die Natur und als begeister-
ter Salsatänzer. Stefan Klemens lebt in seiner Heimatstadt Düsseldorf
am Rhein.

 

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Mittwoch, 08. September 2010

 

Wir wünschen allen einen
schönen Sommer 2010!

 

 

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